Kredit trotz Probezeit

Einen Kredit während der Probezeit in einem neuen Arbeitsverhältnis zu erhalten, stellt für viele Arbeitnehmer oftmals eine besondere Hürde dar. Während finanzieller Engpässe können drei bis sechs Monate jedoch eine lange Zeit sein, die ohne ein Darlehen kaum zu überbrücken sind.

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Dadurch, dass Arbeitnehmer innerhalb der Probezeit binnen eines Zeitraumes von meist nur zwei Wochen gekündigt werden können und eine Rückzahlung dann nicht mehr gewährleistet ist, verweigern viele Institute ihren Kunden häufig die Aufnahme eines Kredites innerhalb der Probezeit. Dennoch gibt es verschiedene Möglichkeiten auch innerhalb der Probezeit einen Kredit oder ein Darlehen zu erhalten. Möglichkeiten und Grenzen, Voraussetzungen und Alternativen sollen hier nun dargestellt werden.

  • Dispokredit
  • Eine Möglichkeit, die auch neuen Arbeitnehmern nahezu immer gewährt wird, ist der sogenannte Dispositionskredit. Hierbei handelt es sich um eine im Vorfeld vereinbarte Überzeugung des Girokontos. Dennoch ist diese Alternative in ihren Möglichkeiten deutlich eingeschränkt, da ein derartiger Kredit immer nur in der Höhe des tatsächlichen Arbeitsentgeltes gewährt wird. Grund dafür ist, dass die vergebenden Kreditinstitute sich absichern wollen. Das bedeutet, dass der Kunde zwar sein persönliches Girokonto um die Höhe seines Gehaltes überziehen kann, der Fehlbetrag im folgenden Monat dann aber gleich wieder ausgeglichen werden kann. Darüber hinaus erweist sich diese Alternative als eher weniger lukrativ für den Kreditnehmer, da Dispositionskredite häufig mit immensen Zinssätzen von bis zu zwanzig Prozent belastet sind.

  • Bürgschaft
  • Eine bewährte Alternative stellt auch die Bürgschaft dar. Unter einer Bürgschaft kann ein ergänzender Vertrag verstanden werden, in dessen Rahmen sich ein Dritter verpflichtet, die Zahlungsverpflichtungen weiterhin zu erfüllen, sollte der tatsächliche Kreditnehmer plötzlich zahlungsunfähig werden. Diese Variante stellt besonders bei Krediten während der Probezeit eine willkommene Alternative dar, sofern nicht davon auszugehen ist, dass der Kreditnehmer tatsächlich arbeitslos wird. Bei Bürgschaften, die meist durch Ehepartner oder nahestehende Verwandte getragen werden, ist allerdings zu beachten, dass der Bürge stets mit seinem Einkommen und seinem privaten Vermögen in vollem Umfang haftet.

  • Autokredit
  • Darüber hinaus stellt auch der sogenannte Autokredit während der Probezeit eine mögliche Option dar. Innerhalb dieser Variante bietet der Kreditnehmer dem Institut über die Kreditlaufzeit sein Auto als mögliche Rücklage und gibt den Fahrzeug Brief für diese Dauer an das Institut. Im Falle einer plötzlichen Zahlungsunfähigkeit ginge das Fahrzeug dann in den Besitz der Bank über.

  • Mehrere Kreditnehmer
  • Zusätzlich besteht innerhalb der Probezeit die Möglichkeit, einen Kredit auf mehrere einzelne Parteien aufzuteilen. Hierbei handelt es sich meist um Paare in einer Lebensgemeinschaft, Ehepartner oder Familienangehörige. Die monatliche Ratenzahlung wird dann von allen beteiligten Parteien gemeinschaftlich getragen. Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit eines einzelnen Vertragspartners werden die monatlichen Raten dann jedoch auf die verbleibenden Parteien umgerechnet. So sichern sich die Kreditinstitute ab, auch im Falle möglicher Zahlungsausfälle weiterhin ihr Darlehen refinanziert zu bekommen.

  • Kleinkredit
  • Je nach Notwendigkeit einer finanziellen Unterstützung stellt auch der Kleinkredit eine passable Option dar. Hierbei handelt es sich jedoch um einen Kredit im unteren finanziellen Segment. Der Kreditnehmer erhält meist einen Höchstbetrag von fünftausend Euro, sodass die Raten in jedem Falle durch das Einkommen abgesichert werden können und auch in Kleinstbeträgen bei Ausfall des Einkommens rückerstattet werden könnten.

  • Privatkredit
  • Als letzte und sicherlich unsicherste Möglichkeit stellt sich ein sogenannter Privatkredit dar. Dabei handelt es sich um ein Darlehen, welches von Privatpersonen gewährt wird und oftmals mit immensen Zinssätzen verbunden ist. Derartige Kredite finden sich häufig bei sogenannten Online-Direktkredit-Anbietern und sind für den Verbraucher nur schwer zu durchschauen. Diese Kreditform wird in der Regel durch eine Gemeinschaft von Privatanbietern gewährt.

Hinweis:
Bei der Vergabe von Krediten in höheren Bereichen wird durch die Bank oder das jeweilige Institut im Vorfeld eine Prüfung verschiedener Daten erhoben. Darunter fällt beispielsweise das Alter des Kreditnehmers. Dieser muss mindestens achtzehn Jahre, höchstens aber fünfundsechzig Jahre alt sein. Die Kreditanbieter sichern sich so ab, dass der Kunde zwar einerseits geschäftsfähig ist, andererseits aber auch noch jung genug ist, um seinen Zahlungsverpflichtungen regelmäßig und in vollem Umfang nachzukommen. Darüber hinaus werden weiterführende Daten, wie beispielsweise ein fester Wohnsitz innerhalb der Bundesrepublik, geprüft.

Liquidität entscheidend für Banken

Zusätzlich ist es für nahezu jedes Kreditinstitut von enormer Bedeutung, dass der potenzielle Neukunde liquide, sprich zahlungsfähig, ist. Hierbei werden meist Erkundungen bei der Schufa, der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherheit, eingeholt. Die Schufa erteilt dann Auskunft darüber, ob der Kunde seinen bisherigen Zahlungsverpflichtungen zuverlässig nachgekommen ist und keine bestehenden Schulden mehr mit sich trägt. Darüber hinaus stellt die Schufa Vergleiche zu anderen Kunden mit ähnlicher Finanzkraft an um zu ermitteln, ob und in welcher Höhe ein Darlehen gewährt und auch wieder beglichen werden kann.

Besonders während der Probezeit spielen für Kreditinstitute zudem finanzielle Sicherheiten und Rücklagen eine bedeutende Rolle. Hierzu zählen beispielsweise Eigentums- und Vermögenswerte in Form von Immobilien oder Geldanlagen. Doch auch ohne das Vorhandensein ebensolcher finanziellen Sicherheiten kann ein Kredit während der Probezeit gewährt werden.

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Was berücksichtigen bei der Kreditvergabe?

  • Zinsen vergleichen
  • Dennoch sind bei all diesen Formen der Kreditvergabe verschiedene Dinge zu berücksichtigen. Zunächst einmal gilt es, in jedem Falle Zinssätze im Vorfeld einer Kreditaufnahme miteinander zu vergleichen. Insbesondere Anbieter im Online-Bereich werben häufig mit äußerst geringen Bedingungen, arbeiten dazu aber mit immensen Zinssätzen.

  • Verbraucherzentrale befragen
  • Hierzu eignet sich ein Beratungsgespräch bei der Verbraucherschutzzentrale. Diese erteilt ihren Kunden Auskunft darüber, ob und in welchem Maße sich ein möglicher Kredit für den individuellen Kunden eignet, um nicht zur zusätzlichen Belastung zu verkommen. Zusätzlich bedienen sich Verbraucherschutzzentralen der sogenannten Blacklist, die eine Zusammenstellung potenzieller Kreditgeber umfasst, die mit unfairen Konditionen arbeiten. Auch die Übertragung möglicher Verhaltens- und Handlungsstrategien bei der Kreditaufnahme gehören zu den Kompetenzen der Zentralen.

  • Möglichkeiten trotz negativer Schufa ausloten
  • Für viele Antragsteller ist zudem ein negativer Schufa-Eintrag oder aber eine mangelnde Liquidität oft ein Hindernis, überhaupt einen Antrag auf einen Kredit zu stellen. Viele Kunden finden sich dann in einer persönlichen Unsicherheit wieder und sind der Auffassung, die Chance auf einen Kredit gänzlich verwehrt zu bekommen. Das muss aber nicht immer stimmen.

  • Eigene Schufaeinträge einsehen
  • Grundsätzlich hat jeder Verbraucher ein Recht darauf, regelmäßig Auskunft über seine persönlichen Schufa-Einträge einzuholen. Sollten negative Einträge vorliegen, kann der Kunde zudem beantragen, dass die Einträge wieder gelöscht werden. Das gilt jedoch nur in speziellen Fällen. Einträge zu Schulden aus vergangenen Tagen, die durch Kredite oder Zahlungen des Handels entstanden sind, können erst drei Jahre nach Begleichen der Schuld gelöscht werden. Gleiches gilt für verschiedene weitere Zahlungsverpflichtungen. Lediglich Einträge, die aus Bürgschaften resultieren, können mit Ablauf der Bürgschaft umgehend gelöscht werden.

Wie sieht es aktuell aus?

Dennoch wäre kein Zeitpunkt geeigneter, als jetzt einen Kredit aufzunehmen. Die deutsche Marktwirtschaft führt derzeit einen absoluten Niedrigzins. Das bedeutet zwar, dass Anleger kaum Zinsen auf ihr Kapital erhalten, aber auch Kreditnehmer nur geringe Zinssätze zugerechnet bekommen. Entsprechend entstehen, zusätzlich zu dem aufgenommenen Darlehen, nur geringe weiterführende Kosten.

Trotzdem sollten die verschiedenen Zinsformen bei der Aufnahme eines Kredites stets berücksichtigt und einkalkuliert werden. Zinsen werden seitens der Kreditinstitute auf den vereinbarten Kreditrahmen erhoben und können als Vergütung betrachtet werden. Vergütung deshalb, weil das jeweilige Institut sich den Verleih des Geldes bezahlen lässt und somit Sicherheit gewinnt.

Innerhalb dieser Zinsen gibt es jedoch noch einmal Unterscheidungen, wie beispielsweise Nominal- und Effektivzinsen. Als Nominalzinsen wird das Entgelt bezeichnet, welches der Kreditnehmer für das entliehene Geld bezahlt. Die Höhe dieser Zinsen richtet sich nach den aktuellen Entwicklungen der Marktwirtschaft und somit nach Angebot und Nachfrage. Zu beachten ist dabei insbesondere, dass der Nominalzins kein festgeschriebener prozentualer Wert sein muss, sondern auch innerhalb des Tilgungszeitraumes variieren kann.

Der effektive Jahreszins hingehen bezeichnet die Summe aller Kosten, die durch einen laufenden Kredit entstehen. Er wird prozentual aus der Summe des Kredites errechnet und bleibt eine feste Größe.

Darüber hinaus gibt es noch sogenannte bonitätsabhängige Zinsen. Wie der Ausdruck bereits vermuten lässt, handelt es sich dabei um einen Zinssatz, der dem individuellen Kunden angeblichen wird, sodass sich auch hierbei keine grundlegende Summe nennen lässt.

Letztlich sollten potenzielle Kreditaufnehmer darauf achten, dass sie stets einen Ansprechpartner vor Ort vorfinden, der mit ihnen gemeinsam einen geeigneten Kredit ausarbeitet. Sowohl der Kredit, als auch mögliche monatlichen Belastungen und Zinssätze sollten ausgearbeitet und festgehalten werden. Wichtig ist dabei, über eventuelle Zinsänderungen während des Tilgungszeitraumes zu sprechen und diese vertraglich festzuhalten. Außerdem sollte es dem Kunden jederzeit möglich sein, zusätzliche Tilgungen vorzunehmen und die monatlichen Raten dann, ohne weitere Kosten, anzupassen.

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